SBB sagt mit einer neue Kampagne dem Littering den Kampf an

Im Jahr 2011 hat die SBB fast 32‘000 Tonnen Abfall in Zügen und Bahnhöfen eingesammelt und das Problem des Litterings nimmt laufend zu. Um die Reisenden für das Thema zu sensibilisieren, startete die SBB am 20. Februar 2012 eine nationale Plakatkampagne. Gleichzeitig wird an neun grossen Bahnhöfen ein neues System zur Abfalltrennung getestet.

Im Jahr 2011 hat die SBB fast 32‘000 Tonnen Abfälle gesammelt und zusätzlich 5730 Tonnen Altpapier, 51 Tonnen Glas und 159 Tonnen Plastikflaschen rezykliert. Der Abfallberg wächst stetig: Zeitungen, Kaffeebecher und Fast-Food-Verpackungen werden immer öfter in Zügen und Bahnhöfen liegengelassen.

Studien haben gezeigt, dass sich die Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkt. Aus diesem Grund lanciert die SBB am 20.2.2012 eine nationale Plakatkampagne gegen Littering. Das Ziel sind weniger in Zügen und Bahnhöfen liegengelassene Abfälle.

Die Kampagne wird von vier Schweizer Persönlichkeiten unterstützt – Gilbert Gress, Christa Rigozzi, Ariella Käslin und DJ Antoine leihen der Kampagne bis zum 11. März 2012 ihre Gesichter. Die Persönlichkeiten weisen dabei auf goldene Regeln hin: „Werfen Sie Ihren Müll in die dafür vorgesehenen Abfalleimer in Zügen und in Bahnhöfen, legen Sie die gelesenen Zeitungen auf Hut- und Gepäckablagen oder auch in die dafür eingerichteten Zeitungsbehälter in den Zügen.“

Die SBB testet zudem in neun grossen Bahnhöfen ein neues Recyclingkonzept. Hierfür werden verschiedene Abfalleimer für eine separierte Entsorgung von PET, Aluminium, Glas und Papier aufgestellt.

 

Wie viel Abfall entsorgt die SBB jährlich?


Im Jahr 2011 wurden von den Mitarbeitenden der SBB 5730 Tonnen Altpapier, 159 Tonnen PET und 51 Tonnen Glas eingesammelt und dem Recycling zugeführt. Eine grössere Menge Abfall – im Jahr 2011 allein 6446 Tonnen aus den Zügen – landet unsortiert direkt im Kehricht. Insgesamt wurden 31910 Tonnen Abfall verbrannt.

 

Werden Abfälle bei der SBB separat gesammelt?

 

Den Ladenbetreibern stehen in den RailCity Entsorgungsstellen für getrennt gesammelte Materialen z.B. Karton, Papier, Glas etc. zur Verfügung. Gemischtabfall wird nicht sortiert. Dies aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Mitarbeitenden.

 

Warum wird in den Zügen keine Abfalltrennung betrieben?

Der Fahrgast möchte in erster Linie einen Sitzplatz. Die SBB hat somit als oberstes Ziel, so viele Sitzplätze wie möglich anzubieten. Wenn es die Platzverhältnisse zulassen, werden Recycling-Behälter bzw. Zeitungssammler eingesetzt.

 

Mit welchen achtlos weggeworfenen Abfallarten sieht sich die SBB konfrontiert?

Im Zug: Mit der zunehmenden Auswärtsverpflegung sind die Verpackungsabfälle ein grosser Teil des Abfalls. Da diese zum Teil sehr sperrig sind, verstopfen sie die dafür zu kleinen Abfallbehälter am Sitzplatz. Vor allem Essensrückstände oder Flüssigkeiten führen bei achtlos liegengelassenen Verpackungen sowie bei der Entleerung der Behälter zu weiteren Verschmutzungen von Mobiliar oder Kleidern. Gerade in den Nacht-S-Bahnen werden vor allem auch Getränkebüchsen halbvoll liegengelassen und verschmutzen den Zug.

 

Wieso soll man Zeitungen eher im Zug belassen, anstatt sie auf dem Perron zu entsorgen?

Im Zug werden Zeitungen (wenn sie nicht in den Abfall geworfen werden) getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt. Auf dem Perron werden sie mit dem Müll entsorgt. Damit die nachfolgenden Fahrgäste wegen der herumliegenden Zeitungen nicht einen unordentlichen Eindruck vom Zug erhalten, sind diese in den Zeitungssammlern oder auf der Hutablage zu deponieren.

 

Wo kann ich in SBB Bahnhöfen PET-Flaschen richtig entsorgen?

In allen RailCity-Bahnhöfen und den Bahnhöfen in grösseren Städten stellt die SBB insgesamt 200 PET-Sammelstellen bereit. Zusätzlich verfügen viele Läden, Kiosks und Verpflegungsbetriebe in Bahnhöfen über eigene PET-Sammelbehälter, welche Bahnkunden ebenfalls benutzen können. Einzig an kleineren Haltestellen verzichtet die SBB aus wirtschaftlichen Gründen auf ein PET-Recycling.